Über uns
Irgendwann stellt sich fast jeder Mensch früher oder später die Frage: Wo komme ich her? Woher habe ich meine guten und schlechten Angewohnheiten? Warum liebe ich Musik? Welcher meiner Vorfahren hatte bestimmte Talente? Wie und wo haben meine Ahnen gelebt und was machten sie beruflich?
Die Neugierde steigt und Vorsicht. „Die Ahnen- und Familienforschung wird zur wahren Sucht“
Ich spreche aus Erfahrung. Seit 30 Jahren hat dieses Hobby mich und meinen Mann fest im Griff und sie hat unser ganzes Leben verändert. Angenehm verändert, muss ich sagen, wir haben nie Langeweile, viele Kontakte in nah und fern sind entstanden, manche interessante Themen ob geographisch und geschichtlich kamen auf uns zu. Die Vorfahren waren auch früher schon recht wanderfreudig. Sie wanderten nach Amerika aus und suchten dort ihr Glück.
Um 1800 hatte Napoleon hier im Rheinland Einzug gehalten. Wir bekamen für ein paar Jahren eine neue Zeitrechung mit dem französischen Revolutionkalender. Napoleon brachte nicht nur Negatives in unser Land, sondern viele neue Gesetze, die bis heute aktuell sind. Es entstanden die ersten Bürgermeistereien und Standesamtsunterlagen. Die Lebensdaten unserer Vorfahren werden seit dieser Zeit nicht nur in Kirchenbüchern, sondern staatlich in Geburts- Heirat- und Sterbeurkunden eingetragen.
Für uns Ahnenforscher eine große Hilfe bei der Suche nach unseren Vorfahren.
Hinzu kommen Kataster- und Notariatsunterlagen, die eine Menge Aufschluss über die Vermögensverhältnisse unserer Urahnen geben.
Die Kirchenbücher sind in Latein geschrieben und viele Vornamen hörten sich anders an wie heute. Da ist z. B. die Anna, die Entgen genannt wurde. Und wurden uneheliche Kinder getauft, da schrieb der Pfarrer oft den Eintrag auf den Kopf oder ganz am Ende des Kirchenbuches.
Etwas grusselig wird es, wenn man einen Scharfrichter/ Henker bei seinen Vorfahren findet. Meist waren sie auch Metzger/ Schlächter von Beruf. Sie waren nicht besonders beliebt bei ihren Mitmenschen und wohnten am Rande eines Dorfes. Der Beruf wurde in der Familie weitergegeben. Es war wohl ein gut bezahltes Geschäft.
Im Laufe der Forschung trifft man auf viele Berufe, die meist in der Familie weitergegeben wurden, wie der Schmied, Ackerer, Weber, Müller.
Meine Müllerfamilie „Hollmann“ kamen aus Menden nach Mariaweiler bei Düren und später nach Brachelen. Und wie der Zufall so will fand ich im Stadtarchiv Düren ein Buch über die Papiermühlen im Dürener Raum. Ich traute meinen Augen nicht, die ganze Familie Hollmann fand ich dort aufgelistet. Das sind die Momente in der Forschung, die das Herz höher schlagen lässt.
Ganz zum Schluss in meiner Ahnenreihe fand ich um 1500 die Familie Middelman, 1463 Vogt zu Erkelenz und Krüchten, beerdigt in der Pfarrkirche Erkelenz.
Bis dahin sind es mittlerweile 15000 Personen in unserer Familiendatenbank.
Aber ob Tagelöhner, Schmied oder Vogt, wenn ein einzelner der Ahnen fehlen würde, wären wir nicht auf dieser Welt.
Unsere Ahnenforschung begann 1990 noch analog. Wir besuchten Archive, Pfarrämter, Ahnenforschertreffen und schrieben Briefe. Es war eine schöne Zeit, aber mühselig.
Dann entstand im kleinen Hoven bei Erkelenz die erste Verkartergruppe mit dem PC. Viele fleißige Hände schrieben Kirchen- und Standesamtsbücher ab. Die digitale Welt nahm seinen Einzug. Alles ging schneller und einfacher.
Heute stellt das Landesarchiv Duisburg viele Kirchenbücher und Standesamtseinträge digital und kostenlos zur Verfügung.
Über genealogischen Mailinglisten und sozialen Netzwerken sind wir mit der ganzen Welt genealogisch gut vernetzt. Tausende von Totenzettel sind erfasst und veröffentlicht und viele Datenbanken sprießen aus dem Boden.
Wer eine korrekte Ahnenforschung erstellen möchte, sollte seine Daten immer mit seriösen Primärquellen abgleichen.
Viel Spass bei der Ahnen- und Familienforschung
Sibylle und Werner
sibylle.cremer@t-online.de
cremer.werner@t-online.de
Unser gemeinsames Hobby ist die Ahnen- und Heimatforschung.
Unsere Ziele und Ideen wollen wir gemeinsam umsetzen und in der Öffentlichkeit darüber informieren über unsere Website und der Zeitschrift Leinpfad.